The Calling of the Grave
Hot day, summer in the city –also hab ich wieder mal zu einem Beckett gegriffen, denn der zermartert sicher nicht das Hirn (so wie sein Namensvetter).
Worum es geht, ist ja letztendlich egal - wir haben wieder den Forensiker David Hunter, der nie so ganz mit Ruhm bedeckt ist, und einen Fall - diesmal ein Kraftkerl namens Jerome Monk, der für das Verschwinden von jungen Mädchen lebenslang ausgefasst hat.
Gleichzeitig blicken wir in Hunters Vergangenheit zurück; nun, acht Jahre nach zwei entscheidenden Vorfällen (will ich hier nicht verraten), ist Monk auf der Flucht und Hunter und eine ehemalige Mitarbeiterin, Sophie, machen sich auf die Suche. Das ist von Beckett routiniert in Szene gesetzt - mit allem Auf und Ab, das so dazu gehört. Aber irgendetwas stimmt nie hundertprozentig in einem Beckett; so, also ob alles nur um einen Zentimeter verschoben wäre. Da wird ein bisschen zu lange gewartet, ein bisschen zu wenig geredet, da gibt es ein paar Empfindlichkeiten zu viel, ein paar Grübeleien zu wenig - oder ist alles umgekehrt? Wie auch immer, Beckett kriegt es meines Erachtens nicht ganz hin. "Sehr bemüht", würde ich als Lehrer drunterschreiben und nicht recht wissen, wie ich dem bloß helfen könnte, dass die Geschichte wirklich gerade und nicht ein bisschen aus dem Rahmen rausgelaufen wird.
Egal, für die heurigen Sommertemperaturen passt es schon!
London: Bantam 2012; pp. 457