The Digested Read
Jede Woche im "Guardian" – John Craces Kolumne "The Digested Read", in der er im Stil des jeweiligen Buches die Essenz in ca. 500 Worten wiedergibt. Wie erfreulich – denken Sie bloß, wie viel Lektürezeit Sie einsparen und trotzdem belesen wirken können.
Noch dazu sucht Crace jene Bücher aus, di ...
Jede Woche im "Guardian" – John Craces Kolumne "The Digested Read", in der er im Stil des jeweiligen Buches die Essenz in ca. 500 Worten wiedergibt. Wie erfreulich – denken Sie bloß, wie viel Lektürezeit Sie einsparen und trotzdem belesen wirken können.
Noch dazu sucht Crace jene Bücher aus, die den meisten Medienlärm verursachen. Sie bekommen also keinen obskuren Roman vorverdaut geliefert, sondern das, was gerade 'au fait' ist.
Wirklich belesen wirken Sie natürlich nur, wenn Sie sich auch an die nicht-so-aktuellen Titel erinnern können; statt diese nun mühselig auf der Guardian-Website suchen zu müssen, finden Sie sie in diesen beiden vergnüglichen Bänden gesammelt. Damit können Sie nicht nur ihr Literaturgedächtnis bereichern, sie können die Beiträge auch als diverse 'Pastiches' für den Unterricht nutzen. Nicht einmal durch Dan Brown müssen Sie sich quälen, Crace hat das für Sie getan. Aber auch honorige und preisgekrönte Bücher (Zoe Heller, Graham Swift, Margaret Atwood-Titel), Sachbücher und Eurotrash (zB Houllebecq) hat er sich vorgeknöpft.
Wem selbst 'The Digested Rad' ein bisschen lang vorkommt, der wird bei jedem Buch auch mit nur einer Zeile bedient – unter dem Motto: The digested read … digested. Bei Dan Brown hört sich das so an: "Seven million readers can all be wrong." Bei Cecilia Aherns "P.S. I Love You" (derzeit im Kino) so: "Gerry dies before the start and the rest die on the page." Und bei McEwans "Atonement" so: "The Oxford Companion to 20th-century English literature."
Vergnüglich – aber in so manchen Fällen gerade erst nach der Lektüre des ganzen Buches.
London: Guardianbooks 2005&2006