Welios liefert Basis für Technik- und Naturwissenschaftsakzeptanz
Das Welios veröffentlichte im Dezember 2016 eine Pressemitteilung, in der verschiedenste Maßnahmen zur Steigerung der Akzeptanz von Technik und Naturwissenschaften beschrieben wurden - u.a. wurde auch auf TheoPrax eingegangen.
"Um dem seit Jahrzehnten in Österreich beklagten Technikermangel zu begegnen, muss die Akzeptanz von Technik und Naturwissenschaft in der Bevölkerung gehoben werden.
Die Maßnahmen um dem Technikermangel entgegenzuwirken sind nicht in dem Ausmaß gegeben, dass sich daraus entsprechend viele zum Beruf „Techniker/in“ hinwenden. Weiters muss angemerkt werden, dass man nicht erst im letzten Jahr vor dem Einstieg ins Berufsleben oder ins Studium auf Technikberufe und naturwissenschaftliche Studien gezielt hinweisen soll. Da ist zumeist bereits der grundsätzliche Weg vorgezeichnet, wobei sich die jungen Menschen zumeist an den etablierten Berufs- und Studienfeldern orientieren. Technikberufe und naturwissenschaftliche Studien rangieren hier zumeist nicht an oberster Stelle. Man muss die Begeisterung der Kinder, die diese für Technik und das Forschen mitbringen, erhalten. Das richtet sich einerseits an die institutionelle Ausbildung in Kindergärten und Schulen, aber auch an außerschulische Bildungseinrichtungen.
Das Welios, das pro Jahr von mehr als 15 000 Schüler/innen frequentiert wird, hat in Zusammenarbeit mit den beiden Pädagogischen Hochschulen in OÖ und dem Landesschulrat für OÖ einige Projekte umgesetzt, die sich dem Anspruch, Technik und Naturwissenschaft angreifbar zu machen, verschrieben haben.
Im Projekt „Junge Forscher/innen im Welios“ erforschen Volksschüler/innen jeweils zu zweit ein Exponat im Welios und erklären es dann Kindergartenkindern, weisen aber auch auf die Anwendungen im Alltag hin. Bei TheoPrax geht es darum, dass eine Gruppe der NMS Wels Rainerstraße den Auftrag vom Welios bekommen hat, eine Science Show, einen Workshop, ein Exponat zu entwickeln und auch durch Befragung der Welios-Besucher/innen herauszufinden, welche Exponate besonders gut ankommen und welche weniger. Flex-lab hingegen ist eine interessante Methode, naturwissenschaftliches Arbeiten Schüler/innen näher zu bringen. Dazu bekommen die Schüler/innen Problemstellungen genannt, die sie innerhalb von etwas mehr als einer Stunde lösen müssen.
Durch diese Projekte, aber auch durch die Wissenspfade im Welios und die angebotenen Workshops zeigt das Welios einer durchaus nennenswerten Zahl von Schüler/innen, dass Technik und Naturwissenschaft interessant ist und fördert so die notwendige Technikakzeptanz breiter Bevölkerungsschichten. Hier könnte das Welios noch wesentlich mehr Angebote realisieren, würden die entsprechenden Geldmittel zielgerichtet eingesetzt werden. Lehrer/innen klagen nämlich vermehrt, dass die Kosten für einen Lehrausgang ins Welios (Fahrtkosten und Eintrittsgelder bzw. Workshopbeiträge) zu hoch sind. Will man den Technikermangel nicht nur beklagen sondern auch beheben, dann könnte man hier durch vergleichsweise geringe Beträge große Wirkung, vor allem breitenmäßig, erzielen. Denn immerhin besuchen rund 5% der oö. Schüler/innen jährlich das Welios.
Das Welios kann diese Projekte deshalb durchführen, weil Land OÖ, Landesschulrat für OÖ und die beiden Pädagogischen Hochschulen entsprechende Unterstützungen leisten. Darüber hinaus sind die Fachhochschule Wels und die Johannes Kepler Universität ebenfalls Unterstützer im Bestreben Technik und Naturwissenschaften attraktiv darzustellen. Desgleichen ist auch der Industriellenvereinigung zu danken, die etwa die Einrichtung des Lego-Education und Innovation-Studios ermöglicht hat.
Wünschenswert wäre es, wenn sich vermehrt oö. Industriebetriebe im Welios einbrächten, damit noch mehr als bisher den Besucher/innen des Welios die Leistungen und die Bedeutung des Industriestandortes Oberösterreich bewusst gemacht werden kann."
(Quelle: Webseite des Welios)